Über den Tellerrand

Kunst im Dienst des Klimaschutzes

Ein Bericht und Hintergrundinformationen von Benno Dalhoff über eine künstlerische Veranstaltungsreihe zum Thema „Klimakatastrophe und Artensterben“

(Soest, Dortmund, Bad Bramstedt 2021-2022)

 

Die in der Ausstellung „Klimakatastrophe und Artensterben“ im Rahmen der Soester Klimawoche „Damit es wieder gut wird … 7 Klimatage für die Schöpfung“ im Schiefen Turm gezeigten Assemblagen, Gemälde, Objekte, Skizzen und Zeichnungen beleuchteten nicht nur die schrecklichen Auswirkungen der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie, sondern sie warfen auch ein Schlaglicht auf den fatalen Verlust der Biodiversität und auf die gerade im Sommer 2021 mehr als deutlich spürbaren Auswirkungen der Klimakatastrophe, gerade auch in unserer unmittelbaren Umgebung.

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Foto von Tadeusz Boy-Żeleński

In memoriam – Tadeusz Boy- Żeleński

Tadeusz Boy-Żeleński, Quelle: wikipedia.org

Am 04. Juni 2021 jährte sich zum achtzigsten Mal die Ermordung Lemberger Professoren – ein nationalsozialistisches Kriegsverbrechen, das bis heute in Deutschland recht unbekannt blieb. Es geschah, als die deutsche Wehrmacht die nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939 sowjetisch gewordene polnische Stadt Lemberg eroberte. Diese Tat ereignete sich im Rahmen der Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes zur Vernichtung der polnischen Intelligenz.

Im Jahre 2007 veröffentlichte Dieter Schenk ein Buch unter dem Titel Der Lemberger Professorenmord und der Holocaust in Ostgalizien. Darin ermittelt der Autor, der in der breiteren Öffentlichkeit durch seine kritischen Veröffentlichungen und Vorträge zur Tätigkeit der Polizei während des Zweiten Weltkrieges bekannt wurde, die Hintergründe und die Täter der Morde an 25 polnischen Professoren und deren Familien, die im Juni 1941 von einer Einsatzgruppe der SS unter dem Kommando von Eberhard Schöngarth verübt wurden.

Zu den Opfern dieses Verbrechens, das in den Lemberger Wulka-Hügeln stattfand, zählt unter anderem Tadeusz Żeleński. Als Satiriker, Dichter, Literatur- und Theaterkritiker sowie als Übersetzer französischer Literatur gehörte er zu den schillerndsten Persönlichkeiten des polnischen Kulturlebens zwischen den beiden Weltkriegen.

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Foto von Tadeusz Boy-Żeleński

Wissenschaft und Naturschutz als künstlerische Inspirationsquelle

Im Kontrast dazu stehen jedoch Werke aus allen Kunstrichtungen, die sich aus den unterschiedlichen für die Gesellschaft relevanten Themen speisen und häufig bestimmte Ziele verfolgen. Die künstlerischen Inspirationsquellen kommen hier beispielsweise aus dem aktuellen politischen Geschehen oder dem wissenschaftlichen Diskurs.

In diesen Bereich kann man das künstlerische Schaffen von Benno Dalhoff einordnen, der seit vielen Jahren sein naturwissenschaftliches Interesse und Engagement in seinen Werken verarbeitet. Im November 2019 konnte man in Soest seine große Ausstellung Spurensuche für eine Zukunft besuchen.

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